Die professionelle Selektion wird immer wichtiger
Am 29. Januar 2010 feierte Exchange Traded Funds (ETFs) ihr 17-jähriges Bestehen.
1993 wurde der erste ETF auf den S&P 500 mit dem Übernamen „Spider“ von einem der größten Vermögensverwalter der Welt, State Street Global Advisors, lanciert. Heute kann ein Investor aus über 2000 verschiedenen ETFs in den Anlageklassen Aktien, Obligationen, Rohstoffe, Hedge Funds und Währungen auswählen. Diese Instrumente haben klare Vorzüge.
Bei tiefen Managementgebühren ermöglichen ETFs mittels einer einzigen Transaktion eine breite Marktabdeckung, eine bewusste Risikosteuerung und hohe Transparenz. Zusätzlich ist der Handel mit ETFs äußerst einfach, denn sie lassen sich analog zu Aktien an den Börsen kaufen und verkaufen.
In Europa wächst der Markt für ETFs überdurchschnittlich stark. Die Zahl, der in diesem Jahr lancierten ETFs ist beeindruckend. Alleine im Januar kamen 106 neue ETF-Produkte auf den Markt. Bei diesem rasant steigenden Angebot an Instrumenten ist es unerlässlich, eine professionelle und systematische Auswahl vorzunehmen, um die für das Portfolio am besten geeigneten Instrumente zu bestimmen.
Als erstes muss die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Indexes bekannt sein. Dieser sollte dem gewünschten Anlageziel entsprechen.
Ein zweites Kriterium für die Auswahl eines ETFs ist die Total Expense Ratio (TER). Diese Kennzahl beinhaltet grundsätzlich alle Verwaltungsgebühren, Depotbankgebühren und sonstigen Betriebskosten, die innerhalb eines Fonds anfallen.
Da diese Kosten direkt dem Fondsvermögen belastet werden und somit direkt die ETF-Rendite beeinflussen, sind die Kosten manchen Investoren weniger bewusst. Es ist zu beachten, dass diese Kennzahl je nach Land oder Anbieter leicht anders berechnet werden kann.
Um Indexrenditen besser zu replizieren und den Tracking Error tief zu halten, werden von einigen Anbietern Swap-basierte ETFs vertrieben. Diese Methode ist vor allem in Europa stark vertreten und stellt oft die einzige Möglichkeit dar, bestimmten regulatorischen Anforderungen zu entsprechen.
Unter europäischen Regulationsbestimmungen (Ucits) ist der Swap-Teil des ETFs jedoch auf ein Maximum von 10% beschränkt. Ein Swap beinhaltet grundsätzlich ein gewisses Gegenparteirisiko.
In der Regel werden solche Risiken deutlich gesenkt, indem Sicherheiten hinterlegt und die Risiken auf verschiedene Gegenparteien verteilt werden. Deshalb ist es ratsam, die Struktur des Instruments zu kennen.
Schließlich wird auch das Volumen des Instruments berücksichtigt: Eine bestimmte Fondsgröße und ein genügend langer Leistungsausweis sind Indizien dafür, dass das Fondsmanagement die operative Abwicklung beherrscht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der ETF-Auswahl systematisch vorgegangen werden sollte und diese vor dem Hintergrund des wachsenden Angebotes immer wichtiger wird. Es gibt eine Reihe von überzeugenden Argumenten für Exchange Traded Funds: tiefe Kosten, hohe Diversifikation, hoher Grad an Transparenz sowie einfache Handelbarkeit. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, mögliche Risiken zu kennen und fortlaufend zu überwachen. Diese können bei einer sorgfältigen Selektion auf ein Minimum reduziert werden.
Auswahl der in Deutschland angebotenen ETFs:
ETF auf einen steigenden DAX: WKN DBX1DA
ETF auf einen fallenden DAX: WKN DBX1DS
ETC auf einen steigenden Goldpreis: WKN A0S9GB
ETC auf einen fallenden Goldpreis: WKN A0V9X0
ETC auf einen steigenden Silberkurs: WKN A0KRJ5
ETC auf einen fallenden Silberpreis: WKN A0V9X6
ETF Dow Jones Industrial Average: WKN ETF010
ETF Nasdaq 100: WKN ETF011
Gehebelte ETFs und ETCs
DAX: WKN LYX0AD
Gold: WKN A0V9YZ
Silber: WKN A0V9Y5
Rohöl: WKN A0V9YX
Gas: WKN A0V9Y3
Korb mit allen Rohstoffen: WKN A0V9YH
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